KOMPARSERIE - VERHALTEN AM FILMSET
Einmal vor der Kamera stehen und Filmluft schnuppern - aber richtig! Hier ein paar Tipps um unangenehme Zwischenfälle zu vermeiden...

Die Film und Fernsehindustrie ist auf Teamwork angewiesen. Sowohl auf eine gute Crew, die ihr Handwerk selbst im Schlaf beherrscht, wie auch die Schauspieler die ihre Rolle möglichst glaubhaft rüberbringen müssen. Regisseure, Autoren, Produzenten... die Liste ist lang und der Erfolg einer jeden Produktion davon abhängig, dass alle gewissenhaft und effizient miteinander arbeiten können.
Doch sind viele Filme und Serien auch auf Leute angewiesen, die im Hintergrund Leben in die Bude bringen: Komparsen und Statisten. Diese sind meist ganz normale Leute, welche sich die Chance nicht entgehen lassen möchten bei einer Produktion dabei zu sein, die Stars einmal hautnah zu erleben und vielleicht sogar "entdeckt" zu werden. Dabei ist das Verhältnis zum Team nicht immer das Beste.
Hier ein paar Einblicke in die Welt der Komparserie...
Keine Starallüren
Zunächst einmal räumen wir mit einem weit verbreitetem Irrglauben auf: Die Chancen als Komparse "entdeckt zu werden" sind schwindend gering! Selbst wer glaubt unglaublich talentiert und ausdrucksstark zu sein, wird hier bitter enttäuscht. Zwar haben viele heute bekannte SchauspielerInnen auch als Komparsen angefangen - zB Harrison Ford in Apocalypse Now
- und damit ihre ersten Erfahrungen gesammelt. Aber vom Fleck weg engagiert wurde von ihnen niemand! Sie mussten erst viel Zeit, Energie und Kohle in ihre Ausbildung investieren und sich eine Reputation aufbauen, ehe sie zu Stars wurden. Dafür wissen die Produktionsfirmen aber auch, dass sie es mit echten Profis zu tun haben und sich auf sie verlassen können.
Andererseits haben Komparsen nicht unbedingt den besten Ruf in der Filmindustrie. Sie stehen eigentlich ganz unten in der Hackordnung, was erstmal harsch erscheint. Aber der Rest der Crew hat immerhin auch einen langen, steinigen Weg hinter sich, um überhaupt an der Produktion mitarbeiten zu dürfen und die Arbeitsbedingungen sind auch nicht immer angenehm. Komparsen sind - wie gesagt - ganz einfache Menschen, die erstmal nicht annähernd soviel geleistet haben und im Grunde auch nichts zu verlieren haben. Im besten Fall sind sie Gäste mit Benefits!
Was natürlich nicht bedeutet, dass der Umgang miteinander grundsätzlich schlecht sein muss. Meist ist er sogar recht angenehm, solange man niemandem im Weg steht und sich an die Regeln hält (siehe unten). Leider gibt es immer wieder Komparsen mit Starallüren, die glauben etwas Besseres zu sein und mit allen auf Augenhöhe kommunizieren zu dürfen, nur weil sie sich auf einem Filmset aufhalten. Sowas kommt ganz schlecht an! Man muss aber auch nicht übervorsichtig sein, es reicht wenn man sich als Komparse an den Kollegen orientiert oder zur Not die Setbetreuung um Rat bittet.
Bitte nicht stören!
Am Set wird konzentriert gearbeitet, selbst in den Kaffeepausen. Wenn die Stimmung passt kann man sich schon miteinander unterhalten, dabei sollte allerdings darauf Rücksicht genommen werden dem Team nicht zur Last zu fallen oder sonstwie unangenehm zu irritieren.
Etwas das Komparsen sehr gerne tun, obwohl ihnen von den Setbetreuern immer wieder eingetrichtert wird, dass sie das lassen sollen, ist es unerlaubt Fotos vom Set oder den Schauspielern zu machen. Wer diese Fotos auch noch online stellt, muss gegebenenfalls mit empfindlichen Strafen rechnen, insbesonderen wenn Details an die Öffentlichkeit geraten die es auf keinen Fall sollten.
Es ist durchaus möglich die SchauspielerInnen um ein gemeinsames Foto zu bitten. Im Idealfall spricht man sich mit dem Setbetreuer ab, der das für einen klarmachen kann. Ist keiner vorhanden, etwa weil nur drei Komparsen am Set sind, kann man auch höflich fragen. Aber niemals, wenn sich die Schauspieler auf dem Weg zum Set befinden! Auf gar keinen Fall wenn sie gerade von der Leseprobe kommen! Und unter keinen Umständen wenn sie sich gerade in der Garderobe befinden!
Vertretung der Komparsen
Hin und wieder kommt es vor, dass es zu Problemen zwischen dem Team und der Komparserie kommt. In größeren Gruppen ist dann der jeweilige Setbetreuer zur Stelle, um die Sache zu klären. Was, wie bereits erwähnt, in kleineren Konstellationen nicht immer der Fall ist. Trotzdem sollte man es vermeiden die Crew zu behelligen, wenn es nicht von absoluter Dringlichkeit ist. Manche Probleme lassen sich zwar auch kurz und schmerzlos lösen, aber es ist nie gut negativ aufzufallen und möglicherweise beim nächsten Mal nicht mehr gebucht zu werden.
Hin und wieder kommt es vor, dass es zu Problemen zwischen dem Team und der Komparserie kommt. In größeren Gruppen ist dann der jeweilige Setbetreuer zur Stelle, um die Sache zu klären. Was, wie bereits erwähnt, in kleineren Konstellationen nicht immer der Fall ist. Trotzdem sollte man es vermeiden die Crew zu behelligen, wenn es nicht von absoluter Dringlichkeit ist. Manche Probleme lassen sich zwar auch kurz und schmerzlos lösen, aber es ist nie gut negativ aufzufallen und möglicherweise beim nächsten Mal nicht mehr gebucht zu werden.
Wer von einer guten Agentur vermittelt wurde ist ohnehin besser beraten, mit dieser direkt über das Problem zu sprechen, denn sie hat mehr Erfahrung mit den Hackordnungen und hat durchaus ein Wort mitzureden. Wenn sich die Cateringfirma zB weigert die Komparsen angemessen zu versorgen oder die Produktion den Komparsen nicht genug Pausen einräumt. Eine schlechte Agentur wird einen wahrscheinlich nicht mehr buchen, um das Problem zu lösen, ohne allzu unangenehm aufzufallen. Aber ganz ehrlich, bei so einer Agentur möchte man ohnehin nicht sein!
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
Wenn gedreht wird halten alle den Mund! Aber auch wenn die Kameras gerade mal nicht laufen sollte man als Komparse etwas vorsichtiger sein, mit dem was man von sich gibt. Der häufigste Fehler den Komparsen machen ist das Jammern: Darüber wie wenig Geld sie für ihre Mühen bekommen, darüber das sie soviel stehen müssen, darüber das mit ihnen nicht vernünftig kommuniziert wird. Es mag was dran sein, aber es kommt definitiv schlecht an. Vor allem, weil es immer und immer wieder behandelt wird und allen schon gehörig zum Hals heraushängt!
Wenn gedreht wird halten alle den Mund! Aber auch wenn die Kameras gerade mal nicht laufen sollte man als Komparse etwas vorsichtiger sein, mit dem was man von sich gibt. Der häufigste Fehler den Komparsen machen ist das Jammern: Darüber wie wenig Geld sie für ihre Mühen bekommen, darüber das sie soviel stehen müssen, darüber das mit ihnen nicht vernünftig kommuniziert wird. Es mag was dran sein, aber es kommt definitiv schlecht an. Vor allem, weil es immer und immer wieder behandelt wird und allen schon gehörig zum Hals heraushängt!
Politische Äußerungen sind auch schwierig, da sie ein Konfliktpotential ins sich bergen, das unausgesprochen, gerne mal unter der Oberfläche brodelt und furchtbar irritiert. Was nicht selten dafür sorgt, dass die entsprechenden Komparsen der Einfachheit halber nicht mehr gebucht werden.
Ebenfalls zu vermeiden ist es, der Crew ungefragt seine Hilfe anzubieten. Hilfsbereitschaft wird grundsätzlich schon gerne gesehen, aber sobald es in die Richtung geht, wo jemandem quasi "die Arbeit weggenommen" wird, kann das zu unguten Spannungen führen. An sich gern gesehen ist grundsätzliches Interesse an der Arbeit und Anekdoten von früheren Projekten.
Inspektor gibt's kan!
Es gibt zwei Dinge die Komparsen am Häufigsten spielen: Passanten und Polizisten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Letztere heiß begehrte Rollen sind. Hier gibt es noch das Meiste zu lernen: Das richtige Halten der Waffe, wie man Handschellen anlegt und jemanden abführt. Nach Aussen hin nichts allzu spektakuläres, aber auf jeden Fall das Unterhaltsamste was man als Komparse tun kann.
Es gibt zwei Dinge die Komparsen am Häufigsten spielen: Passanten und Polizisten. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Letztere heiß begehrte Rollen sind. Hier gibt es noch das Meiste zu lernen: Das richtige Halten der Waffe, wie man Handschellen anlegt und jemanden abführt. Nach Aussen hin nichts allzu spektakuläres, aber auf jeden Fall das Unterhaltsamste was man als Komparse tun kann.
Hier werden aber auch ein paar sehr häufige Anfängerfehler gemacht. Wer in Uniform rumläuft darf sich beispielsweise nur in einem bestimmten Radius ums Set herum bewegen. Wird man außerhalb des Bereichs von der echten Polizei aufgegriffen, wird eine empfindliche Strafe fällig, die übrigens der Komparse selbst zu tragen hat, nicht die Produktion. (Achtung: Dies gilt übrigens auch, wenn es die Produktion verabsäumt hat, eine Genehmigung einzuholen!) Wer von sich als Polizist Fotos macht und diese später online stellt, sollte auch klar darauf verweisen, dass es sich um ein "Filmfoto" handelt, um etwaige rechtliche Probleme zu vermeiden!
Viele Produktionen können es auch auf den Tod nicht ausstehen, wenn die Komparsen mit den Requisiten, sprich: Waffe, Handschellen, Pfefferspray etc herumspielen. Und das passiert leider häufiger als man denkt! Dumm auch dann, wenn keine Handschellenschlüssel vorhanden sind, um einen Komparsen aus einer misslichen Lage zu befreien. Grundsätzlich gilt, dass auf alle Kostüme und Requisiten Acht gegeben werden muss!
Wozu das Ganze?
Man mag sich die Frage stellen, ob die Komparserie den ganzen Ärger wert ist. Ich (Peter.W.) für meinen Teil schätze die Komparserie, weil sie mir die Möglichkeit gibt neue Leute kennenzulernen, mich schauspielerisch zu betätigen ohne mir viel Text merken zu müssen (womit ich schon immer Probleme hatte), etwas über Film und Filmproduktion zu lernen und nebenbei auch etwas Zeit zu finden, um was zu lesen oder zu schreiben.
Bis jetzt hatte ich das Vergnügen an diversen Film und Fernsehproduktion teilnehmen zu können. Sehr zu empfehlen ist dabei vor allem Stefan Ruzowitzky's grandioses Meisterwerk Narziss und Goldmund, in dem ich einen Mönch spielen durfte und der wirklich hervorragend geworden ist. Durch meine Tätigkeiten habe ich aber auch Filmschaffende wie Vesely Marek kennengelernt, der dankenswerterweise mein erstes Drehbuch zum Kurzfilm Animal Control
umgesetzt und dafür sämtliche Kosten übernommen hat.
Ich muss aber auch dazusagen, dass ich in meinen 20 Jahren im Kunst und Kulturbetrieb noch nie etwas so Kindisches erlebt habe wie die Wiener Filmszene. Sie lohnt sich durchaus, man sollte sich aber ein dickes Fell zulegen, wenn man es hier zu etwas bringen will!
#FEEDBACK

2019 wurde auf 4chan dazu aufgerufen Fotos zu posten, die folgenden Kriterien entsprechen sollten: "disquieting images that just feel 'off'" Am 18. Mai reichte ein anonymer User das Foto eines unwirtlichen gelben Korridors ein, das bereits seit mindestens 2011 im Netz kursierte. Dieses wurde am darauffolgenden Tag von einem anonymen User um den Namen Backrooms und folgende Creepypasta ergänzt: If you're not careful and you noclip out of reality in the wrong areas, you'll end up in the Backrooms, where it's nothing but the stink of old moist carpet, the madness of mono-yellow, the endless background noise of fluorescent lights at maximum hum-buzz, and approximately six hundred million square miles of randomly segmented empty rooms to be trapped in God save you if you hear something wandering around nearby, because it sure as hell has heard you. Von da an ging eine Welle der Inspiration durch's Netz. Fans bauten weiter auf dem Mythos auf, kreierten ihre eigenen Bilder, Geschichten, Spiele und Filme. Diverse Internethorror-Channels berichteten über das Phänomen und auch wir vom Kollektiv-Magazin stellten die Backrooms im August 2021 in unserem Artikel Dark Oddities # 13 vor und kamen sogar auf das zugrundeliegende Konzept der Liminal Spaces zu sprechen. Den wirklichen Durchbruch schafften die Backrooms aber am 1. Februar 2022, als der damals 16-jährige Filmemacher und VFX-Artist Kane Parsons aka Kane Pixels das Erste einer ganzen Reihe von Analog Horror-Videos veröffentlichte: "The Backrooms (Found Footage)". Das raffiniert gemachte Nischenprojekt avancierte rasch zur viralen Sensation. Innerhalb eines Monats wurde es 13 Millionen mal angeklickt. Und die Massen hungerten nach mehr!

Willkommen zum „INFINITI“-Spezial im Kollektiv Podcast! DI Dr. Norbert Frischauf (CERN, ESA, NASA) und Host Manuel Waldner diskutieren die Space- & Science-Highlights des Jahres 2026 und beantworten eure ZuschauerInnenfragen. Nach 50 Jahren Abwesenheit kehrt die Menschheit mit der Artemis-Mission und europäischer Beteiligung endlich zum Mond zurück, um dort eine dauerhafte Präsenz als Sprungbrett für den Mars aufzubauen. Norbert Frischauf beleuchtet die faszinierende Suche nach Leben auf dem Roten Planeten, wo Methan-Vorkommen und unterirdisches Eis auf noch existierende Mikroben hindeuten könnten. Der Podcast taucht tief in die Welt der Physik ein, von der Suche nach Dunkler Materie am CERN bis hin zur kritischen Einordnung der aktuellen Hypes um Kernfusion und Mega-Raketen wie dem Starship. Auch die Grenzen der Künstlichen Intelligenz in der Forschung und die ethischen Risiken von Geoengineering werden schonungslos analysiert. Abschließend gibt es einen Ausblick auf 2026, wo neue Super-Teleskope wie das ELT und James Webb potenziell erste echte Biosignaturen auf fremden Welten entdecken könnten. 01:12 - Rückkehr zum Mond: Das europäische Servicemodul und das neue Artemis-Raumschiff 02:13 - Artemis vs. Apollo: Warum wir nach 50 Jahren wieder fliegen und was anders ist 05:05 - Wasser am Mond: Warum die Pole und der "Halo Orbit" entscheidend sind 07:58 - Sprungbrett Mars: Nuklearantriebe und der Mond als Weltraumbahnhof 11:04 - Der Mars-Rover: Technische Herausforderungen bei -80 Grad Celsius 14:10 - Leben auf dem Mars: Methan als starkes Indiz für unterirdische Mikroben 17:39 - Mega-Raketen: Sinkende Kosten durch Starship und die Grenzen der Physik 22:42 - Dunkle Materie: Was uns Gravitationslinsen und das Euklid-Teleskop verraten 25:28 - Blick ins CERN: Wie Teilchenbeschleuniger den Urknall simulieren 31:44 - KI in der Wissenschaft: Warum Klimamodelle keine "starke KI" sind 37:59 - Robotergesetze: Isaac Asimovs Regeln und die Grenzen moderner Algorithmen 39:20 - CRISPR & Genetik: Warum der medizinische Durchbruch noch Zeit braucht 41:59 - Kernfusion erklärt: Der Unterschied zwischen Laser-Fusion und Tokamak 48:44 - Der neue Super-Collider (FCC): Warum wir eine 20-Milliarden-Maschine brauchen 55:52 - Ausblick 2026: Das European Extremely Large Telescope und die Suche nach einer zweiten Erde Ihr wollt auch eine Antwort vom Profi? Schickt eure Fragen an science@kollektiv-magazin.com . Die spannendsten Einsendungen nehmen wir in die nächste Episode auf! 👉 Vergesst nicht zu abonnieren! Werdet Teil des Kollektivs und verpasst keine unserer Touren, Talks und Eskapaden mehr.

Die Nächte in Reykjavík flüstern von Maschinen und Träumen. Ein Echo hallt durch die Dunkelheit: "Afrit... Afritvél..." Die "Kopiermaschine" surrt unheilvoll, bereit, mehr als nur Tinte zu übertragen. Sie saugt Sehnsüchte auf, projiziert Bilder auf eine Leinwand der Besessenheit. Eine junge Frau steht im Scheinwerferlicht ihrer Fantasie, eine Königin auf einer Bühne, die nur in ihrem Kopf existiert. Doch der Glanz trügt. Hinter der polierten Fassade brodelt eine dunkle Wahrheit. Eine unheilvolle Entdeckung in der Stille des Kopierraums. Ein Stil kopiert bis ins kleinste Detail – und mit ihm ein Schatten des Endes. Angst kriecht unter die Haut, eine unstillbare Gier nach etwas, das nicht ihr Eigen ist. Warum diese tiefe Traurigkeit im Herzen, wenn die Oberfläche doch so strahlend ist? Sie tanzt auf einem schmalen Grat zwischen Märchen und Realität, unantastbar in ihrer eigenen Welt. Der Kopf hoch erhoben, ein flüchtiger Stern am Nachthimmel. Doch das "La-La-Land", in dem sie lebt, droht zu zerbrechen, ihre Handlungen hinterlassen Spuren der Zerstörung. Ist dieser gefährliche Pfad wirklich der Weg in die Freiheit? Die Maschine flüstert weiter, verlangt nach mehr. Träume sollen kopiert, Strahlen fixiert werden. Nicht nur der Wunsch nach dem Rampenlicht, sondern das Verlangen, das innerste Wesen zu duplizieren – "Afrit, Afritvél, viltu afrita genið?" Willst du das Gen kopieren? Teure Kleider, ein perfekt gestyltes Haar – eine Rüstung gegen die Welt. Die hasserfüllten Blicke prallen ab an einer Mauer aus Ignoranz. Prada als Schutzschild, während in den Casinos von Las Vegas ein riskantes Spiel mit dem Schicksal getrieben wird. Und dann diese Visionen: Einhörner und Engel, ein Kuss am Abgrund, ein Aufstieg in einen violetten Himmel. Ein flüchtiger Moment der Erlösung, in dem die Freiheit in den Augen glitzert. Doch ist es echt? Oder nur ein weiteres Bild, projiziert von der unheimlichen Maschine? Die "Afritvél" läuft unaufhaltsam weiter, eine Metapher für eine gefährliche Suche nach Identität. Eine Geschichte von Besessenheit, von der trügerischen Verlockung der Nachahmung und dem verzweifelten Wunsch, jemand anderes zu sein. Lausche genau, denn in den elektronischen Beats und dem eindringlichen Gesang verbirgt sich eine dunkle Wahrheit über den Preis der Freiheit und die Zerbrechlichkeit des Selbst. Hier gibt es mehr Informationen zum Musikprojekt: https://www.kollektiv-magazin.com/ai-musikprojekt-dominion-protocol

Vom Rockprofessor bis zur Ex-Politikerin, vom Hit-Produzenten bis zum Kinder-Entertainer: Wir waren zu Gast bei Reinhart Gabriels „Stammtisch für Kunstschaffende“. Ein Blick hinter die Kulissen einer Szene, die vor allem eines braucht: Echte Begegnung. Es ist keine gewöhnliche Podcast-Folge aus dem Wohnzimmer, wo sonst die Wäsche hängt. Diesmal sind wir mittendrin im Geschehen. Der Ort: Ein Raum voller Geschichte(n). Der Anlass: Der Stammtisch für Kunstschaffende. Hier geht es nicht um bloßes Visitenkarten-Tauschen, sondern um das Überleben und Aufblühen in einer Branche, die so hart wie herzlich sein kann. Das Ziel ist branchen- und generationenübergreifendes Netzwerken, bei dem man sofort weiß, „Wer ist wer“. Gastgeber Reinhart Gabriel hat eine klare Mission: Er schafft Räume für Begegnungen und Weiterbildung, damit Menschen voneinander lernen können. Doch was nehmen Künstlerinnen und Künstler konkret vom Stammtisch für Kunstschaffende mit? Reinhart Gabriel betont, dass es neben Theorie und Honorarnoten vor allem um das „praktische Wissen aus meinen letzten 35 Jahren in diesem Musikbusiness“ geht. Besonders am Herzen liegt ihm dabei die mentale Gesundheit: „Jede Menge Tipps und Tricks, wie man das Ganze ohne Substanzen übersteht. Dieses Business.“ Generationenübergreifender Groove Das Besondere am Stammtisch für Kunstschaffende ist der Mix: Hier trifft der Newcomer auf die Legende. Einer dieser Legendären ist Reinhold Bilgeri. Als Rockprofessor, Filmemacher und Autor hat er fast alles erreicht, doch der Antrieb ist ungebrochen. „Künstlerisch treiben mich meine Ideen, die nach wie vor herumkreisen, in meinem Kopf an“ , erzählt Bilgeri. Für ihn ist die Verbindung der Disziplinen ein Glücksfall: „Ich kann einen Roman schreiben und aus dem Roman ein Drehbuch machen [...] und dann am Schluss hast ein Film da.“. Eine Generation weiter – und doch künstlerisch verbunden – ist seine Tochter Laura Bilgeri . Nach sechs Jahren in Los Angeles hat sie im Lockdown ihre Liebe zur Musik entdeckt. Der Wechsel vom Filmset zur Musikbühne war fließend: „Alles Kreative ist wunderschön. Egal, ob es jetzt an einem Set ist [...] oder im Musikstudio“. Dennoch gibt es Unterschiede in der Nervosität. Auf die Frage, was nervenaufreibender sei – Casting oder Live-Auftritt – antwortet sie klar: „Tatsächlich ein Casting [...] Meistens sind diese Caster halt sehr emotionslos [...] Und bei einem Liveauftritt kriegst du gleich ein Feedback.“ Von der politischen Arena auf die Showbühne Einen der wohl spannendsten Karriere-Twists des Abends verkörpert Eva Glawischnig-Piesczek . Die ehemalige Spitzenpolitikerin ist heute auch musikalisch unterwegs. Hilft die Erfahrung harter politischer Debatten gegen Lampenfieber beim Singen? „Absolut. Also so exponiert zu sein wie in einem Parlament [...] In so einer richtigen Arena, in einer Kampfarena bist. Das ist schon eine Spur härter, als auf einer Musik Bühne zu stehen.“ Privat liebt sie Soul und Aretha Franklin – Musik, bei der man auch mal „Achter machen“ kann mit der Hüfte. Das Geschäft mit der Musik: Streaming, Hits und Rechte Doch Romantik allein zahlt keine Miete. Alexander Kahr , einer der erfolgreichsten Hitproduzenten des Landes, gibt Einblicke in die veränderte Realität der Musikproduktion im Streaming-Zeitalter. Die Aufmerksamkeitsspanne sinkt: „Dass der Anfang nie länger wie 3 bis 4 Sekunden sein sollte [...] Sonst bist du sofort weg.“ Dennoch bleibt für Kahr eines entscheidend: Die Persönlichkeit. Die ganz Großen, so Kahr, „haben sich selber nie wichtig genommen“. Damit am Ende auch das Geld stimmt, setzen sich Menschen wie Hans Ecker (AKM-Vizepräsident) und Emanuel Treu (AKM-Vorstandsmitglied) ein. Treu, der selbst den Podcast "Der erfolgreiche Musiker hostet", sieht keinen Widerspruch zwischen Funktionärsarbeit und Kreativität. Im Gegenteil: „Ich bin eigentlich überzeugt davon, dass ich ein besseres Vorstandsmitglied bin. Deshalb, weil ich die Branche hautnah erlebe.“. Ehrliches Feedback: Kinder und der Wiener „Schmäh“ Wer wissen will, ob eine Performance wirklich funktioniert, sollte Christoph Hirschler fragen. Der Kinderentertainer und Zauberer stellt sich täglich der härtesten Jury der Welt. „Wenn es ein Kind nicht interessiert, steht auf und geht oder macht irgendwas anderes.“ Diese Schule der direkten Resonanz hilft ihm auch vor erwachsenem Publikum. Ein Publikumsliebling ganz anderer Art ist Adi Hirschal . Er hat das „Strizzi-Lied“ wieder salonfähig gemacht und sieht darin eine Antwort auf den Zeitgeist: „Die Sehnsucht nach einer Unkorrektheit, die völlig abhanden gekommen ist in der letzten Zeit, weil alles so korrekt ist und so geschniegelt.“ . Sein Rat an die Jungen? Nicht im stillen Kämmerlein bleiben, sondern „Offen zu sein.“. Wien: Mehr als Mozart W24-Journalist Gerhard Koller bestätigt beim Stammtisch für Kunstschaffende, dass Wien seinen Ruf als Weltstadt der Musik zu Recht trägt, sich aber wandelt. Es geht nicht mehr nur um Mozart und Falco. „Gerade der neue Austro Pop [...] ist ein ganz starkes Lebenszeichen.“ . Bands wie Wanda oder Bilderbuch zeigen eine „ganz moderne, neue Art des Wienerischen“. Fazit: Vernetzung ist alles Ob Bildregisseur Axel Hofmann , der live Pannen ausbügeln muss, ohne dass der Zuschauer es merkt , oder das Musik-Duo Pilat & Pross , die sich blind verstehen: Der Tenor des Abends ist eindeutig. In einer Zeit, in der vieles digital und oberflächlich läuft, ist der persönliche Kontakt Gold wert. Der Stammtisch für Kunstschaffende von Reinhart Gabriel beweist: Wenn Menschen ihre Geschichten teilen, entstehen nicht nur Netzwerke, sondern Inspiration für die Zukunft. Die Gäste dieser Ausgabe Reinhart Gabriel: Gastgeber & Seminarleiter Reinhold Bilgeri: Rockprofessor & Multimedia-Künstler Laura Bilgeri: Schauspielerin & Musikerin Hans Ecker: AKM-Vizepräsident Emanuel Treu: Songwriter, Podcaster & AKM-Vorstand Eva Glawischnig-Piesczek: Ex-Politikerin & Sängerin Gerhard Koller: Journalist (W24) Axel Hofmann: Bildregisseur Adi Hirschal: Schauspieler & Intendant Christoph Hirschler: Kinderentertainer Alexander Kahr: Musikproduzent Pilat & Pross: Musik-Duo Sonja Plöchl: Model & Bookerin Credits: Redaktion & Schnitt: Manuel Waldner | Kamera: Marcus Schwemin
