AUGEMUNDBUNT - STRATEGIEN GEGEN DIE BLOCKADE
In dieser Rubrik werden Möglichkeiten behandelt Schreibblockaden zu überwinden.
Einer meiner Lieblingsautoren, der deutsche Kolumnist und Musiker Max Goldt, schreibt seit etlichen Jahren für das Satiremagazin Titanic. Eine Auswahl seiner Arbeiten erschien in diversen Büchern mit so kuriosen Titeln wie "Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau", "Ä" oder "Okay Mutter, ich nehme die Mittagsmaschine". Neben den Texten finden sich dort auch grafische Beiträge wie Comiks (u.a. von Stephan Katz mit dem er später das Duo Katz & Goldt bildete) und - worauf ich eigentlich hinaus will - Fotos die mit unterhaltsamen Kommentaren des Autors versehen waren.
Diese Fotos inspirierten mich vor ein paar Jahren dazu eine Strategie in Angriff zu nehmen, die einer gerade vor sich gehenden Schreibblockade entgegenwirken sollten. Die Idee war es schlicht sich Fotos aus dem Netz zu fischen und einen kleinen Text dazu zu schreiben, sei es eine Beschreibung des gezeigten oder eine sich daraus ergebende Überlegung usf.
Einige der weniger ernst gemeinten Beiträge die in ihrem Witz denen von Max Goldt ähnelten - wenn auch nicht ganz mit derselben sprachlichen Brillanz für die der Autor so berühmt ist - sammelte ich, um sie in der Facebook-Gruppe AugeMundBunt zu veröffentlichen. Hier eine kleine Auswahl:
#FEEDBACK

2019 wurde auf 4chan dazu aufgerufen Fotos zu posten, die folgenden Kriterien entsprechen sollten: "disquieting images that just feel 'off'" Am 18. Mai reichte ein anonymer User das Foto eines unwirtlichen gelben Korridors ein, das bereits seit mindestens 2011 im Netz kursierte. Dieses wurde am darauffolgenden Tag von einem anonymen User um den Namen Backrooms und folgende Creepypasta ergänzt: If you're not careful and you noclip out of reality in the wrong areas, you'll end up in the Backrooms, where it's nothing but the stink of old moist carpet, the madness of mono-yellow, the endless background noise of fluorescent lights at maximum hum-buzz, and approximately six hundred million square miles of randomly segmented empty rooms to be trapped in God save you if you hear something wandering around nearby, because it sure as hell has heard you. Von da an ging eine Welle der Inspiration durch's Netz. Fans bauten weiter auf dem Mythos auf, kreierten ihre eigenen Bilder, Geschichten, Spiele und Filme. Diverse Internethorror-Channels berichteten über das Phänomen und auch wir vom Kollektiv-Magazin stellten die Backrooms im August 2021 in unserem Artikel Dark Oddities # 13 vor und kamen sogar auf das zugrundeliegende Konzept der Liminal Spaces zu sprechen. Den wirklichen Durchbruch schafften die Backrooms aber am 1. Februar 2022, als der damals 16-jährige Filmemacher und VFX-Artist Kane Parsons aka Kane Pixels das Erste einer ganzen Reihe von Analog Horror-Videos veröffentlichte: "The Backrooms (Found Footage)". Das raffiniert gemachte Nischenprojekt avancierte rasch zur viralen Sensation. Innerhalb eines Monats wurde es 13 Millionen mal angeklickt. Und die Massen hungerten nach mehr!

In diesem exklusiven Interview trifft Kafeela Adegbite auf Vada Prosquill, die dynamische Gründerin von "Leaders in Heels", um tiefe Einblicke in die Herausforderungen und Triumphe von Frauen in Führungspositionen zu gewinnen. Vada teilt ihre Inspiration hinter der Gründung dieser bahnbrechenden Initiative und diskutiert, wie "Leaders in Heels" Frauen dabei unterstützt, Barrieren in der Geschäftswelt zu überwinden und ihre Träume zu verwirklichen. Erfahren Sie mehr über die Erfolgsgeschichten, die "Leaders in Heels" hervorgebracht hat, und die Pläne für die Zukunft dieser mächtigen Bewegung.









