VER-VR-T? ALLES ZUR APPLE SKIBRILLE

THE FUTURE IS HERE

Apple hat kürzlich die Vision Pro vorgestellt, seine erste offizielle Mixed-Reality-Brille, die die Welt der Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) revolutionieren könnte. Die Vision Pro ist mehr als nur eine neue VR-Brille. Sie ist ein Gerät, das es Benutzern ermöglicht, sowohl mit der virtuellen als auch mit der physischen Welt zu interagieren.


Die Vision Pro, die mit atemberaubenden Funktionen wie EyeSight und Digital Persona ausgestattet ist, sorgt dafür, dass Benutzer weiterhin mit der physischen Welt interagieren können und umgekehrt. Apple stellt klar, dass die Vision Pro nicht darauf ausgelegt ist, Benutzer in eine virtuelle Welt einzutauchen, sondern ihnen zu ermöglichen, sowohl die physische als auch die virtuelle Welt zu erleben und zu beeinflussen.


Interessanterweise kommt die Vision Pro mit einem Preis von $3.499, was sie zur teuersten Mainstream-Brille macht, ob VR oder Mixed Reality. Die Vision Pro soll ab Anfang 2024 in den USA erhältlich sein, wobei andere Länder im Laufe des Jahres folgen sollen.


Die Vision Pro bietet eine Reihe beeindruckender technischer Merkmale. Zwei 4K-Displays im Inneren des Headsets sorgen für eine unglaubliche HDR-Bildqualität. Für Benutzer, die Brillen tragen, bietet Apple maßgeschneiderte ZEISS-Einsätze an. Die EyeSight-Funktion verwendet ein Frontdisplay, um anderen zu zeigen, dass man mit ihnen interagiert oder dass man im Headset vertieft ist.


Das Betriebssystem des Headsets, visionOS, ermöglicht 3D-Erlebnisse, die nativ auf der Vision Pro laufen. Es gibt auch eine Vision Pro App Store, in dem iOS und iPadOS-Apps neben visionOS-Apps verfügbar sein werden. Benutzer können die Vision Pro mit einer Krone am oberen Teil des Headsets steuern, die es ermöglicht, das Ausmaß der Immersion im Headset zu bestimmen, von AR bis VR. Überraschenderweise benötigt die Vision Pro keine Controller, da sie auf Augen- und Handverfolgung sowie Sprachbefehle angewiesen ist. Sie ermöglicht das Aufnehmen von räumlichen Fotos und Videos mit nur einem Tastendruck. Disney ist ein offizieller Partner des Vision Pro und schafft exklusive Erlebnisse für das Headset, einschließlich Disney World, Marvel-Spiele und mehr.


Das Design der Vision Pro ist sowohl funktional als auch ästhetisch. Sie verfügt über ein visuelles Display auf der Vorderseite unter einer gekrümmten 3D-laminierten Glasscheibe, die es den Benutzern ermöglicht, EyeSight zu nutzen. Dieses Glaspaneel dient auch als Linse für das umfangreiche Kamera-Array der Vision Pro, das 12 Kameras und sechs Mikrofone umfasst. Die Bedienung des Geräts erfolgt durch eine Kombination aus Augenverfolgung, Handgesten und Sprachbefehlen. Das Headset verfügt über einen maßgefertigten Aluminiumrahmen, der an das Gesicht des Benutzers angepasst ist und ein modulares Design für den "Light Seal" (eine Gesichtsschnittstelle), um eine optimale Passform zu gewährleisten.


Der Kopfbügel ist in verschiedenen Größen erhältlich und besteht aus einem 3D-gestrickten Stoff. Es gibt zwei Knöpfe auf der Oberseite des Headsets, einen Aktionstaste für die Aufnahme räumlicher Fotos und Videos und einen "Krone"-Knopf, ähnlich der Apple Watch, zur Steuerung des Immersionsgrads. Die Vision Pro kann den ganzen Tag über mit Netzstrom betrieben werden, benötigt aber sonst eine externe Batterie, die etwa zwei Stunden hält.

Die Schnittstellen und Unterschiede von Mixed-Reality-Brillen und Virtual-Reality-Brillen


Mixed Reality (MR) und Virtual Reality (VR) haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht und bieten beeindruckende immersive Erlebnisse. Während beide Technologien ähnliche Ziele verfolgen, gibt es wichtige Unterschiede in den Schnittstellen und der Art der Darstellung. 


Virtual-Reality-Brillen sind darauf ausgerichtet, den Benutzer vollständig in eine virtuelle Umgebung einzutauchen. Sie verwenden hochauflösende Displays, die ein breites Sichtfeld bieten und dem Benutzer das Gefühl geben, in eine virtuelle Welt einzutauchen. Diese Displays können stereoskopisches 3D-Bildmaterial erzeugen, um die Illusion von Tiefe und räumlicher Präsenz zu erzeugen.


Die Interaktion in der virtuellen Umgebung erfolgt in der Regel über spezielle Controller, die Handbewegungen erfassen und dem Benutzer ermöglichen, mit virtuellen Objekten zu interagieren. Einige VR-Systeme unterstützen auch Handgesten oder Tracking-Systeme, die die natürlichen Handbewegungen des Benutzers erkennen. Die Hauptstärke von VR liegt in der immersiven Erfahrung. Durch das vollständige Eintauchen in eine virtuelle Welt kann der Benutzer die reale Umgebung ausblenden und sich in einer digitalen Umgebung bewegen und interagieren.


Mixed-Reality-Brillen bieten dem Benutzer die Möglichkeit, mit der realen Welt zu interagieren und gleichzeitig digitale Informationen einzublenden. Sie verwenden transparente Displays, die digitale Informationen in die reale Umgebung einblenden können. Der Benutzer kann also weiterhin seine physische Umgebung sehen, während zusätzliche virtuelle Inhalte darübergelegt werden.


Die Interaktion mit Mixed Reality kann über Handgesten, Sprachbefehle oder physische Eingabegeräte erfolgen. Die Brillen können Handbewegungen und Gesten erkennen und digitale Objekte in die reale Umgebung integrieren. Im Gegensatz zu VR ermöglichen MR-Brillen eine Mischung aus virtuellen und realen Elementen. Digitale Inhalte können in die reale Welt integriert werden, um zusätzliche Informationen, 3D-Objekte oder virtuelle Anwendungen bereitzustellen.


Durch die Verwendung von Sensoren und Kameras können MR-Brillen die physische Umgebung analysieren und virtuelle Inhalte kontextbezogen anzeigen. Dies ermöglicht beispielsweise die Platzierung virtueller Objekte auf realen Oberflächen oder die Interaktion mit virtuellen Informationen in Bezug auf reale Objekte.


Insgesamt bieten sowohl Mixed-Reality-Brillen als auch Virtual-Reality-Brillen spannende Möglichkeiten für immersive Erlebnisse. Während VR-Brillen den Benutzer vollständig in eine virtuelle Welt eintauchen lassen, ermöglichen MR-Brillen eine erweiterte Realitätserfahrung, bei der digitale Inhalte in die reale Welt integriert werden. Die Wahl zwischen den beiden Technologien hängt von den individuellen Bedürfnissen und Anwendungsfällen ab.

Kontroversen im Zusammenhang mit Mixed-Reality-Brillen und Virtual-Reality-Brillen können sich auf verschiedene Aspekte beziehen. Eine der Hauptkontroversen betrifft die potenziellen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Benutzer.


Bei Virtual-Reality-Brillen können einige Benutzer Symptome wie Übelkeit, Schwindel und Augenbelastung erleben, die als "Motion Sickness" oder "Simulator Sickness" bezeichnet werden. Diese Symptome können durch die Diskrepanz zwischen den visuellen Reizen der virtuellen Umgebung und den vestibulären Reizen des Gleichgewichtssystems verursacht werden. Einige Menschen sind empfindlicher gegenüber solchen Wirkungen als andere.


Auch Mixed-Reality-Brillen sind nicht frei von Bedenken. Da sie digitale Inhalte in die reale Welt einblenden, kann dies zu einer Ablenkung oder Desorientierung führen. Benutzer könnten Gefahren in ihrer physischen Umgebung übersehen oder möglicherweise mit virtuellen Objekten kollidieren.


Eine weitere Kontroverse betrifft den Datenschutz und die Datensicherheit. Da MR- und VR-Brillen Sensoren und Kameras verwenden, um die Umgebung und die Benutzerinteraktionen zu erfassen, besteht die Möglichkeit, dass persönliche Daten erfasst und gespeichert werden. Dies hat Bedenken hinsichtlich des Missbrauchs oder des Zugriffs auf sensible Informationen aufgeworfen.


Es ist wichtig, dass Hersteller von MR- und VR-Brillen geeignete Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen implementieren, um die Privatsphäre der Benutzer zu schützen und potenzielle Risiken zu minimieren. Regulierungsbehörden und Branchenverbände arbeiten daran, Richtlinien und Standards für die Entwicklung und den Einsatz dieser Technologien festzulegen.


Insgesamt sind Mixed-Reality-Brillen und Virtual-Reality-Brillen aufgrund ihrer immersiven Natur und ihres Potenzials, die Art und Weise, wie wir interagieren und Inhalte konsumieren, zu verändern, faszinierend. Dennoch ist es wichtig, die möglichen Kontroversen und Herausforderungen im Zusammenhang mit ihrer Nutzung zu erkennen und angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit, den Datenschutz und das Wohlbefinden der Benutzer zu gewährleisten.

Mixed-Reality-Brillen und Virtual-Reality-Brillen bieten eine Vielzahl von Vorteilen und haben erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Sie ermöglichen virtuelle Zusammenarbeit und Fernarbeit, indem Teams unabhängig von ihrem Standort in immersiven virtuellen Meetingräumen zusammenarbeiten können. Dadurch wird die Effizienz und Produktivität gesteigert und die Remote-Arbeit erleichtert.


Darüber hinaus werden MR- und VR-Technologien zunehmend in Schulungs- und Weiterbildungskontexten eingesetzt. Durch virtuelle Schulungen können Mitarbeiter gefahrlose Simulationen durchführen, komplexe Aufgaben erlernen und sich mit neuen Technologien vertraut machen. Dies führt zu kostengünstiger und effektiver Schulung und verbessert die Fähigkeiten der Mitarbeiter.


In den Bereichen Design und Prototyping ermöglichen MR- und VR-Brillen das Erstellen und Betrachten virtueller Prototypen. Architekten und Designer können dreidimensionale Modelle erstellen und in einer immersiven Umgebung überprüfen, um das Design zu optimieren und potenzielle Probleme zu identifizieren. Dies beschleunigt den Designprozess und verbessert die Effizienz.


Ein weiterer Bereich, in dem MR- und VR-Technologien eine Rolle spielen, ist die Datenvisualisierung und Analyse. Durch die Verwendung dieser Technologien können große Datenmengen in einer immersiven Umgebung visualisiert werden. Mitarbeiter können komplexe Daten betrachten, Muster erkennen, Zusammenhänge verstehen und fundierte Entscheidungen treffen. Dies verbessert die Datenanalyse und ermöglicht eine effektivere Informationsverarbeitung.


Des Weiteren bieten MR- und VR-Anwendungen Unternehmen die Möglichkeit, immersive und interaktive Kundenerlebnisse zu schaffen. Kunden können Produkte in einer virtuellen Umgebung ausprobieren, immersive Präsentationen erleben oder virtuelle Touren durch Einrichtungen unternehmen. Dies fördert das Engagement der Kunden, verbessert die Verkaufsergebnisse und schafft ein differenziertes Markenerlebnis.


Insgesamt haben MR- und VR-Technologien das Potenzial, die Arbeitswelt zu transformieren. Sie verbessern die Zusammenarbeit, Schulung und Weiterbildung, beschleunigen den Designprozess, unterstützen die Datenanalyse und schaffen innovative Kundenerlebnisse. Unternehmen können von einer gesteigerten Effizienz, Produktivität und Innovation profitieren, indem sie diese Technologien in verschiedenen Bereichen einsetzen.

#FEEDBACK

von Peter.W. 24. Februar 2026
2019 wurde auf 4chan dazu aufgerufen Fotos zu posten, die folgenden Kriterien entsprechen sollten: "disquieting images that just feel 'off'" Am 18. Mai reichte ein anonymer User das Foto eines unwirtlichen gelben Korridors ein, das bereits seit mindestens 2011 im Netz kursierte. Dieses wurde am darauffolgenden Tag von einem anonymen User um den Namen Backrooms und folgende Creepypasta ergänzt: If you're not careful and you noclip out of reality in the wrong areas, you'll end up in the Backrooms, where it's nothing but the stink of old moist carpet, the madness of mono-yellow, the endless background noise of fluorescent lights at maximum hum-buzz, and approximately six hundred million square miles of randomly segmented empty rooms to be trapped in God save you if you hear something wandering around nearby, because it sure as hell has heard you. Von da an ging eine Welle der Inspiration durch's Netz. Fans bauten weiter auf dem Mythos auf, kreierten ihre eigenen Bilder, Geschichten, Spiele und Filme. Diverse Internethorror-Channels berichteten über das Phänomen und auch wir vom Kollektiv-Magazin stellten die Backrooms im August 2021 in unserem Artikel Dark Oddities # 13 vor und kamen sogar auf das zugrundeliegende Konzept der Liminal Spaces zu sprechen. Den wirklichen Durchbruch schafften die Backrooms aber am 1. Februar 2022, als der damals 16-jährige Filmemacher und VFX-Artist Kane Parsons aka Kane Pixels das Erste einer ganzen Reihe von Analog Horror-Videos veröffentlichte: "The Backrooms (Found Footage)". Das raffiniert gemachte Nischenprojekt avancierte rasch zur viralen Sensation. Innerhalb eines Monats wurde es 13 Millionen mal angeklickt. Und die Massen hungerten nach mehr!
von Manuel Waldner 11. Februar 2026
Willkommen zum „INFINITI“-Spezial im Kollektiv Podcast! DI Dr. Norbert Frischauf (CERN, ESA, NASA) und Host Manuel Waldner diskutieren die Space- & Science-Highlights des Jahres 2026 und beantworten eure ZuschauerInnenfragen. Nach 50 Jahren Abwesenheit kehrt die Menschheit mit der Artemis-Mission und europäischer Beteiligung endlich zum Mond zurück, um dort eine dauerhafte Präsenz als Sprungbrett für den Mars aufzubauen. Norbert Frischauf beleuchtet die faszinierende Suche nach Leben auf dem Roten Planeten, wo Methan-Vorkommen und unterirdisches Eis auf noch existierende Mikroben hindeuten könnten. Der Podcast taucht tief in die Welt der Physik ein, von der Suche nach Dunkler Materie am CERN bis hin zur kritischen Einordnung der aktuellen Hypes um Kernfusion und Mega-Raketen wie dem Starship. Auch die Grenzen der Künstlichen Intelligenz in der Forschung und die ethischen Risiken von Geoengineering werden schonungslos analysiert. Abschließend gibt es einen Ausblick auf 2026, wo neue Super-Teleskope wie das ELT und James Webb potenziell erste echte Biosignaturen auf fremden Welten entdecken könnten. 01:12 - Rückkehr zum Mond: Das europäische Servicemodul und das neue Artemis-Raumschiff 02:13 - Artemis vs. Apollo: Warum wir nach 50 Jahren wieder fliegen und was anders ist 05:05 - Wasser am Mond: Warum die Pole und der "Halo Orbit" entscheidend sind 07:58 - Sprungbrett Mars: Nuklearantriebe und der Mond als Weltraumbahnhof 11:04 - Der Mars-Rover: Technische Herausforderungen bei -80 Grad Celsius 14:10 - Leben auf dem Mars: Methan als starkes Indiz für unterirdische Mikroben 17:39 - Mega-Raketen: Sinkende Kosten durch Starship und die Grenzen der Physik 22:42 - Dunkle Materie: Was uns Gravitationslinsen und das Euklid-Teleskop verraten 25:28 - Blick ins CERN: Wie Teilchenbeschleuniger den Urknall simulieren 31:44 - KI in der Wissenschaft: Warum Klimamodelle keine "starke KI" sind 37:59 - Robotergesetze: Isaac Asimovs Regeln und die Grenzen moderner Algorithmen 39:20 - CRISPR & Genetik: Warum der medizinische Durchbruch noch Zeit braucht 41:59 - Kernfusion erklärt: Der Unterschied zwischen Laser-Fusion und Tokamak 48:44 - Der neue Super-Collider (FCC): Warum wir eine 20-Milliarden-Maschine brauchen 55:52 - Ausblick 2026: Das European Extremely Large Telescope und die Suche nach einer zweiten Erde Ihr wollt auch eine Antwort vom Profi? Schickt eure Fragen an science@kollektiv-magazin.com . Die spannendsten Einsendungen nehmen wir in die nächste Episode auf! 👉 Vergesst nicht zu abonnieren! Werdet Teil des Kollektivs und verpasst keine unserer Touren, Talks und Eskapaden mehr.
von Manuel Waldner 30. Januar 2026
Die Nächte in Reykjavík flüstern von Maschinen und Träumen. Ein Echo hallt durch die Dunkelheit: "Afrit... Afritvél..." Die "Kopiermaschine" surrt unheilvoll, bereit, mehr als nur Tinte zu übertragen. Sie saugt Sehnsüchte auf, projiziert Bilder auf eine Leinwand der Besessenheit. Eine junge Frau steht im Scheinwerferlicht ihrer Fantasie, eine Königin auf einer Bühne, die nur in ihrem Kopf existiert. Doch der Glanz trügt. Hinter der polierten Fassade brodelt eine dunkle Wahrheit. Eine unheilvolle Entdeckung in der Stille des Kopierraums. Ein Stil kopiert bis ins kleinste Detail – und mit ihm ein Schatten des Endes. Angst kriecht unter die Haut, eine unstillbare Gier nach etwas, das nicht ihr Eigen ist. Warum diese tiefe Traurigkeit im Herzen, wenn die Oberfläche doch so strahlend ist? Sie tanzt auf einem schmalen Grat zwischen Märchen und Realität, unantastbar in ihrer eigenen Welt. Der Kopf hoch erhoben, ein flüchtiger Stern am Nachthimmel. Doch das "La-La-Land", in dem sie lebt, droht zu zerbrechen, ihre Handlungen hinterlassen Spuren der Zerstörung. Ist dieser gefährliche Pfad wirklich der Weg in die Freiheit? Die Maschine flüstert weiter, verlangt nach mehr. Träume sollen kopiert, Strahlen fixiert werden. Nicht nur der Wunsch nach dem Rampenlicht, sondern das Verlangen, das innerste Wesen zu duplizieren – "Afrit, Afritvél, viltu afrita genið?" Willst du das Gen kopieren? Teure Kleider, ein perfekt gestyltes Haar – eine Rüstung gegen die Welt. Die hasserfüllten Blicke prallen ab an einer Mauer aus Ignoranz. Prada als Schutzschild, während in den Casinos von Las Vegas ein riskantes Spiel mit dem Schicksal getrieben wird. Und dann diese Visionen: Einhörner und Engel, ein Kuss am Abgrund, ein Aufstieg in einen violetten Himmel. Ein flüchtiger Moment der Erlösung, in dem die Freiheit in den Augen glitzert. Doch ist es echt? Oder nur ein weiteres Bild, projiziert von der unheimlichen Maschine? Die "Afritvél" läuft unaufhaltsam weiter, eine Metapher für eine gefährliche Suche nach Identität. Eine Geschichte von Besessenheit, von der trügerischen Verlockung der Nachahmung und dem verzweifelten Wunsch, jemand anderes zu sein. Lausche genau, denn in den elektronischen Beats und dem eindringlichen Gesang verbirgt sich eine dunkle Wahrheit über den Preis der Freiheit und die Zerbrechlichkeit des Selbst. Hier gibt es mehr Informationen zum Musikprojekt: https://www.kollektiv-magazin.com/ai-musikprojekt-dominion-protocol
von Manuel Waldner 30. Januar 2026
Vom Rockprofessor bis zur Ex-Politikerin, vom Hit-Produzenten bis zum Kinder-Entertainer: Wir waren zu Gast bei Reinhart Gabriels „Stammtisch für Kunstschaffende“. Ein Blick hinter die Kulissen einer Szene, die vor allem eines braucht: Echte Begegnung. Es ist keine gewöhnliche Podcast-Folge aus dem Wohnzimmer, wo sonst die Wäsche hängt. Diesmal sind wir mittendrin im Geschehen. Der Ort: Ein Raum voller Geschichte(n). Der Anlass: Der Stammtisch für Kunstschaffende. Hier geht es nicht um bloßes Visitenkarten-Tauschen, sondern um das Überleben und Aufblühen in einer Branche, die so hart wie herzlich sein kann. Das Ziel ist branchen- und generationenübergreifendes Netzwerken, bei dem man sofort weiß, „Wer ist wer“. Gastgeber Reinhart Gabriel hat eine klare Mission: Er schafft Räume für Begegnungen und Weiterbildung, damit Menschen voneinander lernen können. Doch was nehmen Künstlerinnen und Künstler konkret vom Stammtisch für Kunstschaffende mit? Reinhart Gabriel betont, dass es neben Theorie und Honorarnoten vor allem um das „praktische Wissen aus meinen letzten 35 Jahren in diesem Musikbusiness“ geht. Besonders am Herzen liegt ihm dabei die mentale Gesundheit: „Jede Menge Tipps und Tricks, wie man das Ganze ohne Substanzen übersteht. Dieses Business.“ Generationenübergreifender Groove Das Besondere am Stammtisch für Kunstschaffende ist der Mix: Hier trifft der Newcomer auf die Legende. Einer dieser Legendären ist Reinhold Bilgeri. Als Rockprofessor, Filmemacher und Autor hat er fast alles erreicht, doch der Antrieb ist ungebrochen. „Künstlerisch treiben mich meine Ideen, die nach wie vor herumkreisen, in meinem Kopf an“ , erzählt Bilgeri. Für ihn ist die Verbindung der Disziplinen ein Glücksfall: „Ich kann einen Roman schreiben und aus dem Roman ein Drehbuch machen [...] und dann am Schluss hast ein Film da.“. Eine Generation weiter – und doch künstlerisch verbunden – ist seine Tochter Laura Bilgeri . Nach sechs Jahren in Los Angeles hat sie im Lockdown ihre Liebe zur Musik entdeckt. Der Wechsel vom Filmset zur Musikbühne war fließend: „Alles Kreative ist wunderschön. Egal, ob es jetzt an einem Set ist [...] oder im Musikstudio“. Dennoch gibt es Unterschiede in der Nervosität. Auf die Frage, was nervenaufreibender sei – Casting oder Live-Auftritt – antwortet sie klar: „Tatsächlich ein Casting [...] Meistens sind diese Caster halt sehr emotionslos [...] Und bei einem Liveauftritt kriegst du gleich ein Feedback.“ Von der politischen Arena auf die Showbühne Einen der wohl spannendsten Karriere-Twists des Abends verkörpert Eva Glawischnig-Piesczek . Die ehemalige Spitzenpolitikerin ist heute auch musikalisch unterwegs. Hilft die Erfahrung harter politischer Debatten gegen Lampenfieber beim Singen? „Absolut. Also so exponiert zu sein wie in einem Parlament [...] In so einer richtigen Arena, in einer Kampfarena bist. Das ist schon eine Spur härter, als auf einer Musik Bühne zu stehen.“ Privat liebt sie Soul und Aretha Franklin – Musik, bei der man auch mal „Achter machen“ kann mit der Hüfte. Das Geschäft mit der Musik: Streaming, Hits und Rechte Doch Romantik allein zahlt keine Miete. Alexander Kahr , einer der erfolgreichsten Hitproduzenten des Landes, gibt Einblicke in die veränderte Realität der Musikproduktion im Streaming-Zeitalter. Die Aufmerksamkeitsspanne sinkt: „Dass der Anfang nie länger wie 3 bis 4 Sekunden sein sollte [...] Sonst bist du sofort weg.“ Dennoch bleibt für Kahr eines entscheidend: Die Persönlichkeit. Die ganz Großen, so Kahr, „haben sich selber nie wichtig genommen“. Damit am Ende auch das Geld stimmt, setzen sich Menschen wie Hans Ecker (AKM-Vizepräsident) und Emanuel Treu (AKM-Vorstandsmitglied) ein. Treu, der selbst den Podcast "Der erfolgreiche Musiker hostet", sieht keinen Widerspruch zwischen Funktionärsarbeit und Kreativität. Im Gegenteil: „Ich bin eigentlich überzeugt davon, dass ich ein besseres Vorstandsmitglied bin. Deshalb, weil ich die Branche hautnah erlebe.“. Ehrliches Feedback: Kinder und der Wiener „Schmäh“ Wer wissen will, ob eine Performance wirklich funktioniert, sollte Christoph Hirschler fragen. Der Kinderentertainer und Zauberer stellt sich täglich der härtesten Jury der Welt. „Wenn es ein Kind nicht interessiert, steht auf und geht oder macht irgendwas anderes.“ Diese Schule der direkten Resonanz hilft ihm auch vor erwachsenem Publikum. Ein Publikumsliebling ganz anderer Art ist Adi Hirschal . Er hat das „Strizzi-Lied“ wieder salonfähig gemacht und sieht darin eine Antwort auf den Zeitgeist: „Die Sehnsucht nach einer Unkorrektheit, die völlig abhanden gekommen ist in der letzten Zeit, weil alles so korrekt ist und so geschniegelt.“ . Sein Rat an die Jungen? Nicht im stillen Kämmerlein bleiben, sondern „Offen zu sein.“. Wien: Mehr als Mozart W24-Journalist Gerhard Koller bestätigt beim Stammtisch für Kunstschaffende, dass Wien seinen Ruf als Weltstadt der Musik zu Recht trägt, sich aber wandelt. Es geht nicht mehr nur um Mozart und Falco. „Gerade der neue Austro Pop [...] ist ein ganz starkes Lebenszeichen.“ . Bands wie Wanda oder Bilderbuch zeigen eine „ganz moderne, neue Art des Wienerischen“. Fazit: Vernetzung ist alles Ob Bildregisseur Axel Hofmann , der live Pannen ausbügeln muss, ohne dass der Zuschauer es merkt , oder das Musik-Duo Pilat & Pross , die sich blind verstehen: Der Tenor des Abends ist eindeutig. In einer Zeit, in der vieles digital und oberflächlich läuft, ist der persönliche Kontakt Gold wert. Der Stammtisch für Kunstschaffende von Reinhart Gabriel beweist: Wenn Menschen ihre Geschichten teilen, entstehen nicht nur Netzwerke, sondern Inspiration für die Zukunft. Die Gäste dieser Ausgabe Reinhart Gabriel: Gastgeber & Seminarleiter Reinhold Bilgeri: Rockprofessor & Multimedia-Künstler Laura Bilgeri: Schauspielerin & Musikerin Hans Ecker: AKM-Vizepräsident Emanuel Treu: Songwriter, Podcaster & AKM-Vorstand Eva Glawischnig-Piesczek: Ex-Politikerin & Sängerin Gerhard Koller: Journalist (W24) Axel Hofmann: Bildregisseur Adi Hirschal: Schauspieler & Intendant Christoph Hirschler: Kinderentertainer Alexander Kahr: Musikproduzent Pilat & Pross: Musik-Duo Sonja Plöchl: Model & Bookerin Credits: Redaktion & Schnitt: Manuel Waldner | Kamera: Marcus Schwemin