BLEIB SACHLICH #1

SACHBUCH-TIPPS ZUM SCHMÖKERN


Willkommen zur Premiere unserer neuen Serie mit Sachbuch-Tipps. Die ausgewählten Titel zeichnet vor allem eines aus: Trotz ihrer Eigenschaft als Sachbuch sind sie nicht nur besonders lesenswert sondern auch besonders inspirierend. Denn auch in Sachbüchern kann man sich in fremden Welten verlieren und völlig neue Zugänge holen - neuen Input ergattern. Entdecken Sie mit uns die Welt der Sachbücher völlig neu - und wundern sie sich bitte nicht über die "wilde" Mischung - denn es handelt sich einerseits um persönliche Favoriten des Autors und Herausgebers und andererseits auch um Einladungen ihre persönliche "Komfortzone" zu verlassen und über den Tellerrand hinaus zu blicken. Die Empfehlungen werden mit persönlicher Note ergänzt.



DIE KUNSTKAMMER - DIE SCHÄTZE DER HABSBURGER - https://amzn.to/34FhM2X


In diesem Buch über die Schätze der Habsburger erwarten sie auch einige geschichtliche Exkurse zu den wertvollen Kunstschätzen - und darüberhinaus riesige, schön gedruckte Bilder in hoher Auflösung abgelichtet. Schöner und direkter als im Museum wird die Schönheit der wertvollen Erbstücke, Geschenke und Besitztümer aus dem Hause Habsburg hier erklärt. Eine Welt voll Prunk und Glemmer - mit einer in der ganzen Welt bekannten Dekadenz, die ihresgleichen vergeblich sucht.




ALLGEMEINBILDUNG KOMPAKT - WAS JEDER WISSEN MUSS -
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Zugegeben, das Buch wirkt ein wenig wie ein Scherz - und es eignet sich tatsächlich auch hervorragend als Geburtstagsgeschenk für Menschen, die man mit ein wenig Zynismus hinter dem sprichwörtlichen Ofen hervorlocken will. Dennoch ist dieses Buch dafür gut geeignet, gewissen Wissenslücken zu schließen - und es bietet sich besonders für jene Menschen an, die vor dem zu Bett gehen noch einmal schmökern möchten. Eines ist bei diesem Sachbuch garantiert: Sie erfahren viel Neues aus allen Gebieten.





 101 MODERNE MONOLOGE - https://amzn.to/2SDqObd


Ein Buch für angehende Schauspieler, Sprecher, Künstler und solche, die in deren Welt hineinschnuppern möchten. Liest man in diesem Buch werden einem nicht nur praktische Tipps gegeben, mit denen man seine Textsicherheit und Aussprache verbessern kann, sondern es wird dem Enthusiasten vor allem eines klar: Schauspieler zu sein bedeutet nicht immer nur Spaß und Vergnügen. Es bedeutet auch - generell als Künstler - kontinuierliche Selbstverbesserung und Reflexion der eigenen Fähigkeiten.




SURVIVE RADIO - https://amzn.to/3lycNbh


Mein Gott - wenn dieses Buch doch nur zum Standardwerk in allen Media- und Werbeagenturen werden könnte. Dann wäre Werbung im Radio und auch im TV nicht so eintönig und langweilig sondern viel bunter und lebendiger - wie das Leben selbst. Die besten Geschichten aus seinem Produktionsalltag verpackt Producer Chris Speda hier in seinem Buch - und führt jeden Verkäufer eines Radiosenders auf den Pfad der kreativen Tugend. Ein Standardwerk wie gesagt - Pflichtlektüre. Und sehr interessant für alle, die schon mal Radiowerbung gehört haben und sich gewundert haben, ob das nicht besser geht und wie.





A LITTLE HISTORY OF THE WORLD - https://amzn.to/3iKEqfl


Eine humorvolle und vor allem ziemlich vollständig in einer zusammengefassten Geschichte erzählte Geschichte der Welt, wie wir sie bislang kennen. Ebenso ein Standardwerk - keine Enzyklopädie - aber eine sehr unterhaltsame und kurzweilige Art, sich ein bisschen Hintergrundwissen anzueignen. Aber Vorsicht: Geschichte wird immer von Gewinnern geschrieben, wie es heißt.




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#FEEDBACK

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Zwischen Algorithmus und echtem Applaus: Warum die österreichische Kunstszene wieder offline geht Wir leben in einer Zeit, in der sich Kunstschaffende oft in einer digitalen Blase aus TikTok, Instagram und Spotify-Playlists bewegen. Man kennt sich online, likt die neuesten Releases, aber die echte, physische Begegnung bleibt oft auf der Strecke. Genau hier setzt der "Stammtisch für Kunstschaffende" an, der nun bereits zum 16. Mal stattfand. Was als Idee von Initiator Reinhart Gabriel begann, weil er selbst einmal frustriert vier Stunden lang auf einem Netzwerktreffen stand, ohne jemanden kennenzulernen, hat sich zu einer echten Institution entwickelt. Es ist mehr als nur ein Get-together; für viele fühlt es sich mittlerweile wie eine Familie an. Das Konzept: Sichtbarkeit für alle Der Abend beginnt mit einer Tradition, die anfangs vielleicht langwierig wirkt, aber das Herzstück des Events ist: Jede und jeder im Raum wird namentlich und mit Funktion vorgestellt. Das bedeutet, dass nicht nur die Frontsänger im Rampenlicht stehen, sondern auch der Tontechniker, der Lichtmann oder der Schlagzeuger die Anerkennung bekommen, die sie im Business oft vermissen. Fotograf Florian Auer bringt es auf den Punkt: Es gibt so viele Momente, die ohne Fotografie für immer verloren gehen würden, und der Stammtisch zeigt, dass jeder Kunstschaffende – egal ob Musiker, Maler oder Fotograf – eine völlig andere, wertvolle Perspektive mitbringt. Dass es bei Kunst nicht nur um kreative Höhenflüge geht, beweist die Gästeliste. So mischen sich auch mal Steuerberater unter das Publikum. Denn die harte Realität ist: Bürokratie und Administration sind nicht sexy, aber essenziell, um als Künstler nicht in den Konkurs zu schlittern. Auch Christina Klug, selbst Singer-Songwriterin, setzt genau hier an und leitet in Niederösterreich kostenfreie Fortbildungen für Newcomer, die Themen von Finanzplanung bis Veranstaltungsrecht abdecken. Real Talk: KI-Bands vs. Menschliches Charisma Ein Thema, das die Szene aktuell stark beschäftigt und auch an diesem Abend für Diskussionsstoff sorgte, ist der rasante Aufstieg der Künstlichen Intelligenz. Wenn KI-generierte Bands plötzlich hunderttausende Follower auf Spotify generieren, stellt sich unweigerlich die Frage nach der Zukunft der Branche. Doch die Stimmung vor Ort ist erstaunlich unaufgeregt und hoffnungsvoll. Der Konsens: Live-Musik wird niemals aussterben, weil Menschen Berührungspunkte mit wahren Persönlichkeiten suchen. KI wird von vielen modernen Songwritern mittlerweile als Werkzeug und Input-Geber genutzt – ähnlich wie ein Produzent –, aber den Kern der Kunst kann sie nicht ersetzen. Musikproduzent Alexander Kahr, der seit 30 Jahren in der Branche tätig ist, fasst es passend zusammen: Charisma kann man nicht kaufen. Wer nur für Ruhm oder Geld auf der Bühne steht, wird es schwer haben. Wer jedoch brennt und Musik macht, weil er gar nicht anders kann, hat die besten Karten auf eine langfristige Karriere. Letztendlich wird sich immer der Mensch mit seinen echten Emotionen durchsetzen, denn einen Song, der wirklich von Herzen kommt, kann nur ein Mensch schreiben. Die Gesichter der Szene: Von gebrochenen Herzen bis zu bemalten Fassaden Die Diversität des Stammtischs spiegelt sich in seinen Gästen wider. Es ist ein Raum, in dem unterschiedlichste Generationen und Disziplinen aufeinandertreffen: Junge Stimmen: Die 18-jährige Alycia May feiert gerade mit ihrer neuen Single "MT Faces" Radio-Erfolge. Auch der frisch volljährig gewordene Noa nutzt die Musik als seinen ganz persönlichen Kanal: Er verarbeitet sein, wie er selbst sagt, "miserables Liebesleben" in seinen Songs und macht das Schreiben zur Eigentherapie. Bildende Kunst: Doris Maria Wintner reiste extra aus Tirol an. Die Künstlerin arbeitet nicht nur mit Acryl, sondern integriert Naturmaterialien wie Erde oder Gras in ihre Werke und bemalt auch mal spontan komplette Hausfassaden in ihrer Nachbarschaft. Die Routiniers: Georgij Makazaria, bekannt als charmanter Frontmann und TV-Gesicht, beweist, dass auch Profis menschlich bleiben, wenn er lachend von totalen Blackouts bei Live-Moderationen erzählt. Neue Releases: Stefan Eigner kündigt seine neue Single "Schwarz und weiß" an, in der er das Ende seiner letzten Beziehung verarbeitet. Das Duo Istzustand (Marion und Mario) steht kurz vor dem Release ihrer in Italien gedrehten Rock-Hymne "Endstation". Außerdem mischten sich Branchengrößen und Talente wie Lucas Fendrich, Pablo Grande, Sidrit Vokshi und Helga Matzka unter die Gäste und sorgten für einen dichten, interdisziplinären Austausch. Der 16. Stammtisch für Kunstschaffende hat eines klar bewiesen: Die österreichische Kunstszene ist lebendig, solidarisch und bereit für die Zukunft. Egal ob vor dem Mikrofon, hinter der Kamera oder am Mischpult – man unterstützt sich. Und am Ende des Abends geht es beim gemeinsamen Jammen bis in die frühen Morgenstunden ohnehin nur um eines: die pure Leidenschaft für die Kunst.