UK-EXPORTS: CHRISTMAS TAPES

Noch interessanter als das offizielle Programm des britischen Fernsehens, sind jene Beiträge die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren. Wie die berühmt-berüchtigten Christmas Tapes...




Die Tradition der Christmas Tapes nahm ihren Anfang in den 1950ern. Die technische Abteilung der jeweiligen Fernsehanstalten sammelte über's ganze Jahr hinweg lustige Beiträge und Hoppalas, unglückliche Versprecher und Pranks, produzierte neben der Arbeit ein paar Sketches, Parodien und Musiknummern, probierte sogar ein paar neue technische Errungenschaften aus die man gerade eingekauft oder selbst entwickelt hatte, und fügte das Ganze zu einem Video zusammen, das Ende des Jahres bei der innerbetrieblichen Weihnachtsfeier zur Belustigung der gesamten Belegschaft gezeigt wurde. Die Öffentlichkeit bekam davon nichts mit, was nur allzu verständlich war.


Das britische Fernsehen stand schon früh unter Druck von Bürgerinitiativen die sich über dieses und jenes beschwerten: Das Programm sei zu gewalttätig oder nicht kindergerecht oder erfülle den Bildungsauftrag nicht etc. Eine treibende Kraft war die konservative Aktivistin Mary Whitehouse, die sich unentwegt über alles mögliche beschwerte und rasch eine große Anhängerschaft um sich scharte. Manche Fernsehkomiker der damaligen Zeit machten sich auch gerade deshalb über sie lustig. Heute wird sie dafür kritisiert sich gegen Bemühungen der Feminismus und LGBT-Community gestellt zu haben. Auch das britische Königshaus mischte zu Beginn noch kräftig mit. Bis 1968 mussten Skripts zu satirischen Programmen erst zur Einsicht an den Lord Chamberlain geschickt werden.


Umso verständlicher ist es, dass die Christmas Tapes auch gerne dazu genutzt wurden mal etwas Dampf abzulassen und "naughty" zu sein. Aus heutiger Sicht schüttelt man zurecht den Kopf über die Schweinereien die in manchen von ihnen zum Vorschein kommen, aber wie gesagt: Die Tapes waren nicht für die Öffentlichkeit gedacht! Dennoch gelangten einige von ihnen als Bootleg-Kopien in Umlauf und mit dem Siegeszug von Youtube ins World Wide Web. Hier eine kleine Auswahl aus der britisch-nostalgischen, durchgeknallten und politisch inkorrekten Welt der Christmas Tapes...





YTV Christmas Tape 1982








BFBS Christmas Tape 1983



#FEEDBACK

von Peter.W. 29. Mai 2026
2019 wurde auf 4chan dazu aufgerufen Fotos zu posten, die folgenden Kriterien entsprechen sollten: "disquieting images that just feel 'off'" Am 18. Mai reichte ein anonymer User das Foto eines unwirtlichen gelben Korridors ein, das bereits seit mindestens 2011 im Netz kursierte. Dieses wurde am darauffolgenden Tag von einem anonymen User um den Namen Backrooms und folgende Creepypasta ergänzt: If you're not careful and you noclip out of reality in the wrong areas, you'll end up in the Backrooms, where it's nothing but the stink of old moist carpet, the madness of mono-yellow, the endless background noise of fluorescent lights at maximum hum-buzz, and approximately six hundred million square miles of randomly segmented empty rooms to be trapped in God save you if you hear something wandering around nearby, because it sure as hell has heard you. Von da an ging eine Welle der Inspiration durch's Netz. Fans bauten weiter auf dem Mythos auf, kreierten ihre eigenen Bilder, Geschichten, Spiele und Filme. Diverse Internethorror-Channels berichteten über das Phänomen und auch wir vom Kollektiv-Magazin stellten die Backrooms im August 2021 in unserem Artikel Dark Oddities # 13 vor und kamen sogar auf das zugrundeliegende Konzept der Liminal Spaces zu sprechen. Den wirklichen Durchbruch schafften die Backrooms aber am 1. Februar 2022, als der damals 16-jährige Filmemacher und VFX-Artist Kane Parsons aka Kane Pixels das Erste einer ganzen Reihe von Analog Horror-Videos veröffentlichte: "The Backrooms (Found Footage)". Das raffiniert gemachte Nischenprojekt avancierte rasch zur viralen Sensation. Innerhalb eines Monats wurde es 13 Millionen mal angeklickt. Und die Massen hungerten nach mehr!
von Manuel Waldner 19. April 2026
In diesem exklusiven Interview trifft Kafeela Adegbite auf Vada Prosquill, die dynamische Gründerin von "Leaders in Heels", um tiefe Einblicke in die Herausforderungen und Triumphe von Frauen in Führungspositionen zu gewinnen. Vada teilt ihre Inspiration hinter der Gründung dieser bahnbrechenden Initiative und diskutiert, wie "Leaders in Heels" Frauen dabei unterstützt, Barrieren in der Geschäftswelt zu überwinden und ihre Träume zu verwirklichen. Erfahren Sie mehr über die Erfolgsgeschichten, die "Leaders in Heels" hervorgebracht hat, und die Pläne für die Zukunft dieser mächtigen Bewegung.
von Manuel Waldner 19. April 2026
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